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Aktuelles

Elternbrief des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur 

Mecklenburg-Vorpommern

 

 

Ministerium für
Bildung, Wissenschaft und Kultur
Mecklenburg-Vorpommern
- Die Ministerin -

 

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19048 Schwerin
Hausanschrift:
Ministerium für
Bildung, Wissenschaft und Kultur
Mecklenburg-Vorpommern
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Telefax:  0385 588-7082

 

An alle Eltern, deren Kinder eine Schule in Mecklenburg-Vorpommern besuchen

Untersagung  von  Schulbesuchen  zur  Eindämmung  der  Atemwegserkrankung COVID-19


                                                                                        14. März 2020


Liebe Eltern,
heute wende ich mich in einer Ausnahmesituation an Sie. Wie Sie vielleicht schon ausden Medien erfahren haben, sieht sich  die Landesregierung gezwungen, in dem  Zeitraum vom 16. März bis  einschließlich 19. April 2020  für Kinder in Mecklenburg-Vorpommern den Besuch von Schulen zu untersagen.
Mit dieser drastischen Maßnahme wollen wir die weitere Verbreitung der Atemwegserkrankung COVID-19 so weit wie möglich eindämmen und vor allem die älteren Mitmenschen und Personen mit Vorerkrankungen vor einer Infektion schützen. Damit das bestmöglich gelingen kann, müssen wir alle gemeinsam handeln.
Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Sie nun vor e iner Vielzahl offener Fragen stehen.
Daher möchte ich mich hiermit persönlich an Sie wenden und über den aktuellen Stand informieren.
Zunächst einmal mögen Sie verwundert sein, dass eine so weitreichende Entscheidung getroffen wurde, obwohl wir in Mecklenburg-Vorpommern glücklicherweise bislang eine relativ geringe Infektionszahl zu vermelden haben. Eine kurzfristige Schließung der Schulen ist aber notwendig, da wir nur jetzt zu Beginn der Ausbreitung die Möglichkeit haben, diese einzudämmen.
Daher wird bereits ab Montag, den 16. März 2020 kein Unterricht mehr  an den Schulen in Mecklenburg-Vorpommern stattfinden. Das betrifft öffentliche und private Schulen sowie Berufsschulen. Ab diesem Zeitpunkt kann daher nur noch in Notfällen, auf die ich im Folgenden  weiter eingehen werde, eine Betreuung an der Schule Ihres Kindes erfolgen. Schülerinnen und Schüler der Beruflichen Schulen werden gebeten, sich am Montag
in ihrem Ausbildungsbetrieb einzufinden.


Sollten Sie einer Beschäftigung nachgehen, die zur Sicherung und Erhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung notwendig ist, und keine anderweitige Betreuungsmöglichkeit für Ihr Kind finden, werden wir für die Jahrgangsstufen 1 bis 6 ein pädagogisches Betreuungsangebot („Notfallbetreuung“) vorhalten. Das betrifft grundsätzlich insbesondere folgende Bereiche:
a) Feuerwehr (Berufsfeuerwehren und Schwerpunktfeuerwehren),
b) Polizei,
c)  Strafvollzugsdienst,
d) Rettungsdienst,
e) medizinische Einrichtungen inklusive Apotheken,
f)  Justizeinrichtungen,
g) ambulante und stationäre Pflegedienste,
h) stationäre Betreuungseinrichtungen (z. B. für Hilfen zur Erziehung),
i)  die  Produktion  und  die  Versorgung  mit  Lebensmitteln  und Waren  des
täglichen Bedarfs,
j)  Kommunale und Landesbehörden, Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben, Einrichtungen und kommunale Unternehmen, soweit
notwendig pflichtige Aufgaben und Aufgaben der Daseinsvorsorge (z. B.
Wasserversorgung, Abwasser-  und Abfallentsorgung, ÖPNV) zwingend
wahrzunehmen sind.


Wenn Sie einer dieser Beschäftigungsgruppen angehören und für Ihre Kinder eine „Notfallbetreuung“ notwendig wird, finden Sie sich bitte am Montag in der Schule Ihres Kindes ein und klären das weitere Vorgehen mit der Schulleitung. Der 16. März dient dabei als Tag, um einen geordneten Übergang sicherzustellen.
Neben dieser „Notfallbetreuung“ wird Ihnen auch in der Zeit der Unterrichtsuntersagung der Schulleiter bzw. die Schulleiterin der Schule Ihres Kindes als Ansprechpartner bzw. Ansprechpartnerin zur Verfügung stehen.
Die Lehrkräfte werden mit Unterstützung des Ministerium in geeigneter Form Materialien für das selbstorganisierte Lernen zur Verfügung stellen  sowie die Schülerinnen und Schüler bei anstehenden Prüfungsvorbereitungen bestmöglich zu unterstützen. Die Form der Vermittlung von Lerninhalten und die Unterstützung der Schülerinnen und  Schüler bei
anstehenden Prüfungsvorbereitungen wird durch Ihre Schule eigenverantwortlich geregelt.  Bei Leistungsbewertungen soll selbstverständlich auf die aktuelle Situation Rücksicht genommen werden. Deshalb entstehen Schülerinnen und Schülern bei Unterrichtsausfall aufgrund von Schulschließungen keine Nachteile in Bezug auf ihre Benotung.
Des Weiteren werden wir Sie auf der Internetseite des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur (www.bm.mv-regierung.de) fortlaufend und aktuell über die weitere Entwicklung informieren.


Für dringende Fragen ist am Samstag, 14. März 2020 von 11.00-16.00 Uhr und am Sonntag, 15. März 2020 von 11.00-16.00 Uhr eine Hotline im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur geschaltet:           HOTLINE: 0385-5887174
Ab Montag, 16. März 2020 stehen den Eltern die Schulleitungen sowie die staatlichen Schulämter für Auskünfte zur Verfügung.


Ich wünsche Ihnen, dass Sie die anstehenden Herausforderungen gut meistern  und bitte um Ihr Verständnis und Ihre Kooperation in dieser für alle schwierigen Lage.


Mit freundlichen Grüßen
Bettina Martin